"Das machen wir gemeinsam" lautet das Motto der aktuellen Caritas-Kampange 2021, die wir mit der nun beginnenden Caritas-Woche noch einmal in den Fokus der Menschen rücken wollen.
Gute und faire Pflege, ein sozial gerechter Klimaschutz und die Verhinderung von Kinder- und Altersarmut sind die zentralen Themen. Das Motto darf jede/jeder durchaus als Einladung verstehen, die Gesellschaft mitzugestalten, sich einzubringen und die Entwicklung nicht "denen da oben" zu überlassen.
Die Gesellschaft wird geprägt von allen Menschen, die in ihr leben und nicht allein von irgendwelchen vermeintlichen Machern, Multiplikatoren und Machtmenschen. Für Gemeinschaft, Engagement und Gemeinsinn sind wir alle verantwortlich. Dabei ist jeder wertvoll, kann sich jeder an seiner Stelle und Position einbringen - für eine gute Zukunft für alle Menschen in unserem Land.
Natürlich hat nicht jede/jeder die gleichen Möglichkeiten, gestaltend und prägend tätig zu werden, doch das ist nebensächlich. Kleines bewirkt oft Großes, gerade im nahen Umfeld.
Als Christen leben wir in Gemeinschaft mit allen Menschen. Die uns von Gott verliehene Würde macht uns zu Geschwistern und fordert uns auf, jede und jeden in seiner Individualität zu akzeptieren. Die Sorgen und Nöte des Einzelnen sollten nach christlicher Überzeugung daher von allen getragen werden.
"Das machen wir gemeinsam" möchte genau das zum Ausdruck bringen. Solidarität zu stiften in einer Zeit, in der sich viele selbst die Nächsten sind, ist eine fortwährende Aufgabe der Caritas. Das ist auch Aufgabe der Politik - nicht nur in Sonntagsreden eine Woche vor der Bundestagswahl.
(Presseartikel - erschienen am 21.09.2021 in der Schwäbischen Zeitung)