Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut zu Besuch bei der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau
Am 07.08.2023 besuchte Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Caritas-Schwarzwald-Alb-Donau. Empfangen wurde sie von Caritas-Vorständin Dr. Annette Holuscha-Uhlenbruck und Regionalleiterin Nadja Lück zusammen mit weiteren Mitarbeiter*innen im Caritas-Zentrum in Albstadt. Bei einer Gesprächsrunde erhielt die Ministerin einen Einblick in die Arbeit der Caritas-Beschäftigungsbetriebe und -projekte für und mit langzeitarbeitslosen Menschen und deren Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Beim anschließenden Rundgang durch die Albstädter Nachhaltigkeitsprojekte "Secontique, Tafelladen und Stromsparcheck" zeigte sich Frau Dr. Hoffmeister-Kraut beeindruckt vom Engagement und Nachhaltigkeitsgedanken der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau. Denn Klimaschutz geht alle an. Sozial benachteiligte oder armutsbetroffene Menschen werden häufig nicht als Zielgruppe einer wachsenden gesellschaftlichen Bewegung für den Wandel gesehen. Sie haben weniger Ressourcen, um den Wandel mitgehen und mitgestalten zu können. "Daher sind Projekte, die Beschäftigungsförderung und Klimaschutz gemeinsam denken, enorm wichtig: Programme und Einrichtungen wie der Stromsparcheck, die Upcycling-Projekte und Tafelläden verknüpfen das klimapolitische Empowerment einkommensschwächerer Bevölkerungsgruppen mit arbeitsmarkt- und teilhabepolitischen Ansätzen. Diese Projekte leisten somit einen wichtigen Beitrag zum sozial-ökologischen Wandel in Baden-Württemberg", erläutert Regionalleiterin Nadja Lück. Aufgrund ihrer hohen Relevanz werden die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz vom Deutschen Caritasverband (Jahreskampagne "Für Klimaschutz, der allen nutzt") und der kath. Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (kurz: BAG IDA) (Kampagne "Klima schützen-Chancen schaffen") in diesem Jahr in einen besonderen Fokus gestellt.
Im Rahmen des Besuchs wurden auch die aktuellen Förderschwerpunkte in der Landesarbeitsmarktpolitik diskutiert und Impulse seitens der Caritas gegeben werden, wenn es um die Bedarfe derjenigen in Baden-Württemberg geht, die Schwierigkeiten haben auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Einigkeit bestand darin, dass es eines besonderen Augenmerks und rechtskreisübergreifende Ansätze insbesondere dann braucht, wenn Familien von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Im Sinne einer ganzheitlichen Unterstützung zeigt die Praxis, dass Leistungen der Arbeitsförderung stärker mit anderen Hilfefeldern wie beispielsweise der Jugendhilfe vernetzt werden sollten. Mit dem Landesprogramm BeJuga (Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe gemeinsam anpacken) werden solche Unterstützungsangebote bereits an 32 Standorten landesweit angeboten. Auf Grundlage der positiven Erfahrungen würde die Caritas einen künftigen flächendeckenden Ausbau des Projekts begrüßen.
Ein weiteres wichtiges Thema mit Blick auf den heute schon hohen und in den nächsten Jahren steigenden Arbeitskräftebedarf in Baden-Württemberg ist der Bedarf an Qualifizierungsangeboten, die speziell für die Zielgruppe langzeitarbeitsloser Menschen passend sind. Damit diese Ansätze wirksam werden können, müssen sie speziell für diese Zielgruppe entwickelt und unmittelbar mit der beruflichen Praxis verzahnt sein. Gerade in Verbindung mit den Themen digitale Teilhabe und Qualifizierung könnten dazuim Rahmen der künftigen Landesarbeitsmarktförderung innovative Konzepte und Modelle für diese Zielgruppe erprobt und entwickelt werden, so der Impuls der Caritas.
Von links: Sabrina Stula-Hauser (Kompetenzzentrum Sozialpolitik Caritasverband Rottenburg-Stuttgart), Yannik Goltz (FSJ Caritas Schwarzwald-Alb-Donau), Harald Gerstenecker (Leitung Albstädter Tafel), Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Caritasdirektorin der Diözese Rottenburg-Stuttgart) Volker Reinauer (Leitung Caritasdienst Nachhaltigkeit und Teilhabe Caritas Schwarzwald-Alb-Donau),
Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Heiner Heizmann (Leitung Kompetenzzentrum Sozialpolitik Caritasverband Diözese Rottenburg-Stuttgart), Nadja Lück (Leitung Caritas Schwarzwald-Alb-Donau)
