Zahlreiche Besucher waren zur Eröffnung der Nähwerkstatt gekommen. „Wir sind über unsere Einrichtung ebenso zufrieden wie über den guten Besuch und das Interesse“, meinten Andreas Budisky und Theresa Schweizer. Er ist Leiter der sozialen Projekte bei der Caritas Albstadt, seine Kollegin die neue Projektkoordinatorin der Nähwerkstatt.
Geben den offiziellen Startschuss für die Nähwerkstatt (v.l.) Brigitte Nauheimer, Theresa Schweizer, Andreas Budisky, Pfarrer Uwe Stier, Manuela Mayer, Jörg Würfel und Anton Vaas.Horst Schweizer
In der Bühlstraße 11 wurde der Secondhand Shop „Secontique“ um eine Nähwerkstatt erweitert. „Darin werden wir versuchen, den gespendeten Kleidern, Textilien, Bettwäsche oder allen Arten an Accessoires ein zweites Leben zu schenken und sie zu kreativen Upcycling-Produkten umzuarbeiten“, so Theresa Schweizer. Oft seien die Spenden ausgewaschen oder leicht fehlerhaft, mal fehle ein Knopf oder sonst etwas.
Upcycling ist die DeviseDafür, daraus etwas zu machen, ist Nathalie Genke als angestellte Schneiderin zusammen mit Ehrenamtlichen zuständig. Die Caritas arbeite eng mit dem Jobcenter Albstadt zusammen und biete Langzeitarbeitslosen in der Nähwerkstatt eine Arbeitsmöglichkeit.
Eingeladen zur offiziellen Eröffnung waren neben Vertretern der Caritas-Regionalstelle Mitarbeiter des Jobcenters, der Kirchengemeinden, der Aktion Hoffnung und von Food Sharing. Andreas Budisky stellte die Nähwerkstatt als relativ zentral gelegen vor, gab Einblicke in den Kosmos der Caritas. Diese vertrete durch ihre Ressourcenschonung die Auffassung, dass zum einen zusammen mit der Albstädter Tafel verhindert werden solle, dass massenweise Lebensmittel vernichtet werden. Zum anderen gebe es seit elf Monaten den Secondhand-Laden in der Sonnenstraße, der kostengünstigen Zugang zu Kleidungsstücken biete. Als drittem Punkt würden die oftmals ressourcenintensiv hergestellten Textilien in der Nähwerkstatt einen zweiten Lebenszyklus bekommen, ebenso Kleidungsstücke mit Macken.
Theresa Schweizer wies auf den sich der Eröffnung anschließenden Nähwerkshop hin und stellte mit Schneiderin Nathalie Genke zwei fertige Taschen vor, ebenso einen Rock aus einen alten Herrenhemd. „Wir würden uns freuen, wenn sie mitmachen“. Symbolisch zum Workshop-Auftakt legte ein Teil der geladenen Besucher mit Scheren gleich Hand an: Brigitte Nauheimer, Aktion Hoffnung; Andreas Budisky und Theresa Schweizer von der Caritas; der katholische Pfarrer Uwe Stier; Caritas-Regionalleiterin Manuela Mayer; Jörg Würfel, Jobcenter, und Anton Vaas, Aktion Hoffnung. Im Nebengebäude in der Bühlstraße 13 gibt es freitags parallel zur Eröffnungszeit der Albstädter Tafel von 14 bis 16 Uhr einen Kindertreff. Dieser wird von Ehrenamtlichen betreut.
Anlässlich der Einweihung der Nähwerkstatt fand dort ein Filz-Workshop statt. Diesen leitete Berenike Schadl vom Kooperationspartner Maschenmuseum Albstadt. „Unser Ziel ist, den Kindertreff auch dienstags zu öffnen“, so Andreas Budisky hoffnungsvoll. Jedoch würden dafür Ehrenamtliche fehlen, nach welchen weiter gesucht werde.