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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Werbebanner bequem am Arm tragen

Seit September 2016 ist Ute Sterz beim Bereich Stadtmarketing der Stadt Tuttlingen beschäftigt. „Beim Gang in den Keller ist mir aufgefallen, was für Schätze hier lagern“, sagt sie. Alte Werbebanner der vergangenen zehn Jahre werden dort gebunkert, frei nach dem Motto, wer weiß, wozu man’s mal noch brauchen kann. Ute Sterz hatte die Idee, aus den hochwertigen Kunststoffplanen etwas Neues zu gestalten.

 

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Die richtigen Partner fanden sich im Projekt Buntgut der Caritas Schwarzwald-Alb-Domau. Aus alt mach neu ist das Motto. Aus ausgedienten Stoffen wie Hemden entstehen Taschen, Beutel, Schürzen und vieles mehr. Ehrenamtliche Helfer, Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose finden hier eine Aufgaben. Und neuerdings auch eine besondere Herausforderung: „Planen nähen ist schon was anderes als ein einfaches Hemd“, sagt Annika Pohl, Projektkoordinatorin von Buntgut Tuttlingen.

 

„Ich finde die Idee klasse, die Produkte sind wunderbar“, sagt Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck beim Pressegespräch am Montag. Er verspricht, dass er die Taschen und Beutel auch selbst an den Mann bringen wird, wenn es einen Stand beim Wochenmarkt geben sollte. Doch zunächst ist nur an einen Verkauf der Tuttlingen Kollektion im Rathaus und den Räumen von Buntgut in der Honbergstraße 13 gedacht. Ab sofort stehen die Unikate zum Anschauen und Erwerben bereit. Sonderanfertigungen werden ab einer Stückzahl von zehn realisiert. „Die Produkte sind nach Wunsch veränderbar“, erklärt Annika Pohl

Manuela Mayer, Leiterin der Caritasregion Schwarzwald-Alb-Donau, weist daraufhin, dass die Caritas mit der TUT Collection kein Geld verdient. „Aber wir halten das Projekt am Laufen und können eine sinnvolle Tätigkeit anbieten.“

Das Projekt Buntgut bietet vier Arbeitsplätze für langzeitarbeitslose Menschen an, zudem sind momentan zwei Flüchtlinge als Integrationsmaßnahme dort beschäftigt. 16 Ehrenamtliche bringen sich ein, darunter auch Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan. Zudem gibt es mit „Sprache und Nähen“ auch ein Angebot für Menschen, die nicht gut Deutsch sprechen

 

Bericht: Ingeborg Wagner / Gränzbote

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