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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Starker Film zu einem schwierigen Thema

Die Woche für das Leben ist eine Bundesweite Aktion und stand  in diesem Jahr unter dem Motto „Kinderwunsch-Wunschkind- Desingerbaby.“Seit mehr als 20 Jahren tritt die ökumenische „Woche für das Leben“ für die Würde und den Wert des Menschen ein.

Nach dem Film hatten die  Kinobesucher die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Gynäkologin und Psychotherapeutin, Frau Dr. med. Marion Janke und den Mitarbeiterinnen der katholischen Schwangerschaftsberatungen.

Frau mit Kind

Der Film „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached  feierte im Jahr 2016 auf der Berlinale Weltpremiere. In diesem Jahr wurde er mit der silbernen Lola des deutschen Film-preises ausgezeichnet.

In der Geschichte des Films erfährt ein Paar in der 24 Schwangerschaftswoche bei einer Routineuntersuchung,  dass ihr zweites Kind nicht nur das Down Syndrom hat, sondern auch an einem schweren Herzfehler leidet.  Die Diagnose trifft das Paar schwer, doch sie wollen lernen, damit umzugehen. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt jedoch zunehmend alles in Frage: die Beziehung, den Wunsch nach einem  Kind und nach einem Leben nach Plan. Je mehr Zeit vergeht, desto klarer erkennen sie, dass sie eine Entscheidung für oder gegen das Leben des Kindes  treffen müssen. Der Film wirft die Frage auf, wo verläuft die Grenze des aktiven Eingreifens in das eigene Schicksal und dem Lebensbereich, in dem die Gegebenheiten des Lebens so hingenommen werden müssen, wie sie Menschen treffen können.

Für Paare keine einfachen Fragen, auf die es schnelle Antworten gibt.  Zahlreiche

Aspekte, wie die der Medizin, der Bioethik, der Religion, der konkreten Lebensplanung und der Paarbeziehung, spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.

Durch die  authentische und sehr ergreifende Art des Films waren die zahlreich er-schienen Besucher vom Thema des Films,  betroffen. Diese unter die Haut gehende Betroffenheit wurde im anschließenden Filmgespräch von den interessierten Besuchern, darunter eine Klasse der Krankenpflegeschule,  zum Ausdruck gebracht. Fragen, wie die nach dem „rechtlichen Regelungen  eines Schwangerschaftsabbruchs nach der 12.Schwangerschaftswoche“,  oder „welche Aufgaben hat die Beratung nach einer pränatalen Diagnostik“ beantwortete die Expertin kompetent. Frau Dr. Janke berichtete, dass es im Jahr 2016 in Deutschland 634 Spätabbrüche, also Schwangerschaftsabbrüche nach der 22. Schwangerschaftswoche,  gab.  Eine Mutter mit einem behinderten Kind trat leidenschaftlich für Menschen mit Behinderung ein. „Auch be-hinderte Kinder sind glückliche Kinder“, so die Mutter.

Zum Ende des Gesprächs ermunterte Frau Dr. Janke ins besonders die jungen anwesenden Personen zu einer optimistischen  Einstellung zu Schwangerschaft und Geburt. Denn 96% aller Schwangerschaften und Geburten gehen gut aus, so die Expertin.

Quelle: Schwarzwälder Bote
Foto: Neue Visionen Filmverleih

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